Zirkoniumdioxidverstärkte Dentalkeramik
Zirkoniumdioxid - auch Zirkonoxid genannt, die chemische Formel ist ZrO2 - ist eine Hochleistungskeramik, die sich mittlerweile als Gerüstmaterial für Kronen und Brücken bewährt hat. Im konventionellen Herstellungsprozess ändert sich nichts, das Metall wird einfach durch Zirkonoxid ersetzt. Unsere Erfahrung zeigt, dass Präzision und Ästhetik auch hier dank der manuellen Fähigkeiten des Technikers in optimaler Weise erreicht werden. Wir arbeiten auf diesem Gebiet seit vielen Jahren mit der Dentalindustrie zusammen, um Materialien und Verfahren weiter zu entwickeln.
Optische Eigenschaften
Zahnersatz wirkt natürlicher, je mehr Licht durch die Rekonstruktion in den Zahn und das anliegende Weichgewebe kommen kann. Wenn, wie bei Brücken zum Beispiel, ein Gerüst benötigt wird, ist die Lichtdurchlässigkeit von Zirkonoxid ein Vorteil (01).
Zirkonoxid ist zunächst weiß, was im Grunde von Vorteil ist ("weiße Zähne"). Allerdings hat das Material, das sich ja nahe unter der Zahnoberfläche befindet, eine zu hohe Helligkeit. Die Tiefenwirkung natürlicher Zähne könnte so nicht erreicht werden. Die zu hohe Helligkeit des Gerüsts wird durch eine dünne Schicht spezieller Dentalkeramik reduziert: Dieser Liner bringt gleichzeitig das Chroma der Zahnfarbe und die Weißfluoreszenz, um die Helligkeit in wechselnden Lichtverhältnissen stabil zu halten (02+03). Darüber hinaus gewährleistet der hohe Grad der Aufschmelzung dieser Keramik eine gute Benetzung der Gerüstoberfläche und somit einen starken Haftverbund.
Computergesteuerte Genauigkeit
Das von uns verwendete Material wird in einer CAD/CAM-Anlage bearbeitet (04). Aus einem industriell gefertigten, qualitätsgeprüften Block wird das Werkstück herausgefräst.
Das fertiggestellte Gerüst wird im Mund einprobiert. Gleichzeitig wird die Bisskontrolle durchgeführt und die basalen Auflageflächen der Brückenglieder eingestellt (05). Die aus dem Provisorium ermittelte Form und Stellung der Brücke wird mit Silikonschlüsseln konserviert und ermöglicht eine kontrollierbare Gerüstgestaltung und Verblendung (06).
Naturanaloge Verblendung
Für den Aufbau der Verblendkeramik verwenden wir Materialsysteme mit besten Eigenschaften für eine naturanaloge Verblendung. Mit ausgereiften Schichttechniken können wir die unterschiedlichsten Erscheinungsformen natürlicher Zähne nachbilden! Vor der eigentlichen Aufschichtung der Zahnformen wird das Gerüst entsprechend vorbereitet: Der Liner als erste Schicht ist die Verbindung zwischen Zirkoniumdioxid und Verblendkeramik. Im sichtbaren Bereich werden Keramikschultern gefertigt, um die Lichtaufnahme in die angrenzende Gingiva zu verbessern und um einen Helligkeitsanstieg im Zervikalbereich zu verhindern. Nachdem diese Materialien aufgebrannt sind (07) erfolgt die Hauptschichtung. Je nach Fall verwenden wir in unserem Schichtkonzept 10 bis 20 verschieden eingefärbte Massen! Unterschiedliche Kategorien sind Farbton, Farbintensität, Transparenz, Fluoreszenz und Opaleszenz (08). Den präzisen Randschluss der Keramikstufen erreichen wir mit thermoplastischen Schultermassen (09).
Optimales Ergebnis
Ohne viele Worte: Der Vergleich zwischen der Ausgangssituation (10) und dem Ergebnis (11+12).
















