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Gesamtsanierung

Im Laufe der Jahre erkennt man an den Zähnen Abnutzungserscheinungen. In vielen Fällen führt das zu einer veränderten Unterkieferlage im Schlussbiss. Außer Zahnbeschwerden durch den Substanzverlust sind auch muskuläre Probleme und Gelenksbeschwerden zu befürchten.

Die Gesichtsästhetik wird beeinträchtigt und lässt den Menschen altern. Der Aufbau abgenutzter Zahnreihen ist eine komplexe und intensive Behandlung. In seltenen Fällen sind Verluste von Zahnschmelz auch genetisch bedingt oder indirekte Auswirkung von Krankheiten, zum Beispiel Bulimie.

Drei Fallbeispiele in aller Kürze:
Erster Fall

Eine Gesamtsanierung löst aufgrund ihrer Komplexität meist mehrere Probleme gleichzeitig (A bis C).

(A)
Vorher:
Ungünstige Lachlinie durch viel sichtbares Zahnfleisch (01).
Lösung: Mit anatomischen Kronenverlängerungen wird die Situation verbessert. Dabei wird Zahnfleisch zielgerichtet entfernt (02) und der Kronenrand entsprechend verlegt (03).

01 Vorher Bild Vergrössern

Zuviel sichtbares Zahnfleisch wird als unschön empfunden

02 Operative Maßnahme Bild Vergrössern

Der spätere Kronenrand wird definiert

03 Nachher Bild Vergrössern

Korrigierte Lachlinie

(B)
Vorher:
Tiefer Biss, die oberen Zähne beißen dadurch bereits in die Gingiva im Unterkiefer (04).
Lösung: Durch die anatomische Kronenverlängerung und Anheben der Bisshöhe wird die Situation erheblich verbessert (05).

04 Tiefer Biss Bild Vergrössern

Verursacht funktionelle Einbussen

05 Bisserhöhung Bild Vergrössern

Funktionsverbesserung durch korrekte Kieferrelation

(C)
Vorher:
Über Jahre hat sich Zahnersatz "angesammelt", der jeweils die ungünstige Bisslage fortschreitend transportiert hat und dadurch ästhetisch und funktionell eingeschränkt ist. Aus Mangel an Platzangebot muss auf zahnfarbene Verblendungen verzichtet werden, funktionelle Kauflächengestaltungen sind dann auch nicht möglich.
Eine Vielfalt an Dentallegierungen begünstigen elektrochemische Vorgänge. Das kann zu elektrischem Stromfluss oder zu Korrosion führen (06).
Lösung: Im Zuge der Gesamtsanierung sind alle Kronen in Form, Funktion und Ästhetik optimiert. Die gesamte Versorgung besteht aus den gleichen Materialien (07).

06 Bestehender Zahnersatz Bild Vergrössern

Die ungünstige Bisslage konnte bisher nicht korrigiert werden

07 Alles neu! Bild Vergrössern

Eine Investition in die Zukunft

Zweiter Fall

Vertikalverlust durch forcierte Abnutzung (Bruxismus) (08). Nach Funktionsanalyse und provisorischer Versorgung sehen Sie die definitive Versorgung mit metallkeramischen Kronen (09).

08 Ausgangs-
situation
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Starke Abnutzung der Zähne durch Bruxismus

09 Sanierung Bild Vergrössern

Überkronung aller Zähne nach Ergebnissen der Funktionsanalyse

Dritter Fall

Die Patientin beklagt den Verlust des Zahnschmelzes wegen langjähriger Bulimie. Nach Heilung der Krankheit sollen die Zähne wiederhergestellt werden. Der Ausgangsbefund zeigt offenliegendes Dentin in den Kauflächen (10+11). Als Mittel der Wahl sehen wir hier adhäsiv befestigte, vollkeramische Teilkronen. So muss nur minimal vorhandene Zahnsubstanz geopfert werde. Einfach gesagt, wird nur das aufgebaut, was vorher verlorenging. Mit den Teilkronen erhalten die Zähne ihre ursprüngliche Form und Funktion zurück (12+13). Wiederhergestellte Zahnreihen im Oberkiefer und im Unterkiefer (14+15) helfen für ein zukünftig gesundes Leben.

11 Ausgangs-
situation
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Unterkiefer

12 Seitenzahn-
restaurationen
Bild Vergrössern

Auf dem Modell ...

15 Nach dem Einsetzen Bild Vergrössern

Unterkiefer


Bild 10 - 15 mit freundlicher Genehmigung von Dr. W. Müller, Basel

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